Archive for Februar, 2016

Plausch am Ententeich – Der Anfang

Freitag, Februar 26th, 2016

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Plausch am Ententeich. Der erste hyperlokale Online-Fortsetzungs-Groschenroman aus und über Marburg-Marbach.      Bild: Barbara Grosse

Plausch am Ententeich startet. Endlich. Wie angekündigt. Der erste Online-Roman aus und über Marburg-Marbach. In den kommenden Wochen, Monaten oder Jahren können Sie lesen, warum Birger Lurche mag, was Betty damit zu tun hat – und weshalb die Brunnenstraße Schicksale lenkt. Alles ist erfunden. Ähnlichkeiten sind möglich. Vielleicht erwünscht? Urteilen Sie selbst.

Kapitel A: Der Anfang

Von Daniel Grosse

Ein Kopf verschwindet im Wasser. Er taucht unter. Birger öffnet seine Augen. Wo eben noch Leben war, ist nun alles verstummt. Birger zuckt zusammen. Auf der Bank am Ententeich war er eingeschlafen. Aber das unheimliche Plätschern und zwei klägliche Schreie haben ihn geweckt.

Dabei hatte der Tag doch so schön angefangen. Birger packte am Morgen seine Trinkflasche, fünf Butterbrote, zwei Comic-Hefte und ein Pfund Möhren zusammen. In seinem Rucksack war noch genug Platz. Den wollte er freihalten, schließlich war der junge Marbacher ein leidenschaftlicher Lurchsammler. Und die Marbach war bekannt für ihre enorme Vielfalt an Lurchen. Und weil Birger wollte, dass es den Tieren gut ging, nahm er sie niemals mit. Stattdessen machte er Fotos von ihnen. Diese sortierte er jedes Mal ganz ordentlich. Das Album dafür war klein und handlich. Draußen, in den Feldern und Wäldern, nachdem er die Lurche mit der alten Sofortbildkamera seines Vaters fotografiert hatte. So wollte er es auch heute machen. Zumindest war das Birgers Plan.

Richtung Marbacher Hütte machte er sich also auf den Weg. Birger marschierte die Brunnenstraße hinauf. Vorbei am Feuerwehrspielplatz. Der Ententeich schimmerte im Morgenlicht. Das dachte der junge Mann zumindest. Schweiß lief Birger an den Schläfen hinab. Er musste an Betty denken – und da zog sich sein Brustkorb zusammen. Der Schmerz kam plötzlich, Birger krümmte sich. Aus dem unverschlossenen Rucksack fielen die Comics auf die Straße. Seine geliebten Hefte. Um sie schnell wieder an sich zu nehmen, hechtete er von Schmerzen und Krämpfen gepeinigt auf die Fahrbahn der Brunnenstraße. Birger hörte nur, wie der Lastwagen näher kam. Sehen konnte er ihn nicht mehr. Dafür war es zu spät. ….Fortsetzung folgt.

Fasching in der Marbach?

Montag, Februar 8th, 2016

Was Köln, Mainz und Düsseldorf schaffen, müsste doch auch in der Marbach funktionieren. Gut, dieses Jahr haben Wind und Regen in den NRW-Faschingshochburgen gewütet, große Umzüge mussten ausfallen. Auch der Marburger Umzug ist heute Morgen abgesagt worden. Die nächste Fünfte Jahreszeit beginnt aber in wenigen Monaten: am 11.11. Und es wäre doch eine Sensation, wenn die Marbacher dann lesen, „Kinder- und Jugendfasching im Bürgerhaus Marbach“.

Solch eine Veranstaltung kann gelingen, schließlich spielen, organisieren, musizieren, singen, tanzen, gärtnern und turnen in unserem Marburger Stadtteil Hunderte von Menschen. Familien leben hier. Eine Schule und Kindergärten sind vor Ort. Gerade Kinder- und Jugendfasching müsste in der Marbach deshalb funktionieren. Ob das nun die Gemeinde, der Bürgerverein oder ein anderer Marbacher Verein ganz praktisch in die Hand nimmt und mit Planungen beginnt, wäre eine zweite Frage. Die erste lautet: Was halten die Marbacher selbst davon, dass 2017 in der Marbach Kinder und Jugendfasching stattfindet?

Karneval ade ++ Kein Rosenmontagszug in der Lahnstadt ++ Sturm und Regen

Montag, Februar 8th, 2016

Da das auch die Marbacher Eltern und Kinder interessieren wird, diese Meldung. Soeben hat die Stadt Marburg über ihre Pressestelle mitgeteilt: „Aufgrund der aktuellen und auch im weiteren Tagesverlauf angekündigten Witterungsverhältnisse wird der Marburger Rosenmontagsumzug aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden. Das haben nach sorgfältiger Abwägung der Veranstalter Festausschuss Marburger Karneval mit Toni Ahlendorf, die Marburger Feuerwehr, die Polizei und das Ordnungsamt gemeinsam beschlossen. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies betont: „Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger geht vor!“ Einige Gruppen haben von sich aus bereits abgesagt. Zu erwartende Sturmböen mit Windstärke zwischen 80 und in Schauernähe bis zu 90 Kilometern pro Stunde machten eine Absage des Umzuges letztlich unvermeidbar.“
Bereits Mainz und Düsseldorf haben wegen des Wetters ihre diesjährigen Umzüge „verloren“.

Wald im Visier

Donnerstag, Februar 4th, 2016

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Ob sich dort schon bald Windräder drehen?    Foto: Daniel Grosse   Karte: RP Gießen

Von Daniel Grosse

Ein Fadenkreuz entsteht, wenn man auf einem Plan oder einer Karte Marbach mit Michelbach sowie Dagobertshausen mit Wehrda, jeweils durch Striche, verbindet. Dort, wo sich die beiden Linien kreuzen, liegt jedoch kein Tatort. Es ist ein Waldgebiet von etwa 100 Hektar Größe mit Hunderten von Bäumen. 97 Hektar Mischwald. Fachleute des Regierungspräsidiums etwa haben dem Areal oberhalb Marbachs einen Namen gegeben: mögliches Vorranggebiet zur Nutzung der Windenergie. Windeignungsgebiet mit der Nummer 3128 nennt es die UKA Umweltgerechte Kraftanlagen, ein Unternehmen aus Meißen.

Und nun wird es interessant, denn wie in der Marbach zu hören ist, habe es bereits mehrere Veranstaltungen hier vor Ort gegeben, wo über Planungen eines Windparks, oberhalb von Marburg-Marbach (Richtung Michelbach) im Wald gelegen, gesprochen worden sei. Auch seien gar bereits mehrere „Vorverträge“ von Waldbesitzern unterschrieben worden. Andere weigerten sich.

Doch Gerüchte sind selten gut, außer sie führen zu konkreten Fakten. Also sind Antworten wichtig auf diese Fragen: Wie ist der aktuelle Stand der Planungen? Um welche Dimensionen geht es bei dem geplanten Windpark (Anzahl und Höhe der Windräder, beanspruchte Fläche)? Und wann könnte mit einem Baubeginn gerechnet werden? Gegenüber Marbach direkt bestätigt UKA, dass das Unternehmen in der Region aktiv sei: im geplanten Windeignungsgebiet mit der Nummer 3128, das südöstlich von Michelbach liegt. Das Gebiet sei im ersten und zweiten Entwurf des Teilregionalplans Energie Mittelhessen enthalten und damit politisch und behördlich zur Windenergieerzeugung vorgesehen, heißt es.

UKA prüft, ob es dort möglich ist, Windenergieanlagen zu planen. „In diesem Zusammenhang führten wir erste Gespräche mit den Flächeneigentümern und haben Kontakt zur Gemeinde aufgebaut. Mit den Grundbesitzern möchten wir Nutzungsvereinbarungen schließen“, so Julia Wölfer, Sprecherin des Unternehmens. „Wir sind dabei auf eine positive Stimmung gegenüber Windenergieerzeugung bei Michelbach gestoßen.“ Basierend auf diesen Gesprächen gehe es nun in die Planung. Zu genauen Standorten, Anlagenzahlen oder -typen möchten sich die Windkraftanlagen-Bauer momentan jedoch noch nicht äußern.

Daher ist auch noch offen, wie sich ein eventueller Bau von Windrädern in dem Naherholungsgebiet nahe Marbachs auswirken würde. Mögliche Folgen liegen natürlich auf der Hand.

Näheres zum Thema lesen Sie in Kürze bei Marbach direkt. Weitere Details zu dem Waldgebiet finden Sie hier.