Plausch am Ententeich – Der Anfang

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Plausch am Ententeich. Der erste hyperlokale Online-Fortsetzungs-Groschenroman aus und über Marburg-Marbach.      Bild: Barbara Grosse

Plausch am Ententeich startet. Endlich. Wie angekündigt. Der erste Online-Roman aus und über Marburg-Marbach. In den kommenden Wochen, Monaten oder Jahren können Sie lesen, warum Birger Lurche mag, was Betty damit zu tun hat – und weshalb die Brunnenstraße Schicksale lenkt. Alles ist erfunden. Ähnlichkeiten sind möglich. Vielleicht erwünscht? Urteilen Sie selbst.

Kapitel A: Der Anfang

Von Daniel Grosse

Ein Kopf verschwindet im Wasser. Er taucht unter. Birger öffnet seine Augen. Wo eben noch Leben war, ist nun alles verstummt. Birger zuckt zusammen. Auf der Bank am Ententeich war er eingeschlafen. Aber das unheimliche Plätschern und zwei klägliche Schreie haben ihn geweckt.

Dabei hatte der Tag doch so schön angefangen. Birger packte am Morgen seine Trinkflasche, fünf Butterbrote, zwei Comic-Hefte und ein Pfund Möhren zusammen. In seinem Rucksack war noch genug Platz. Den wollte er freihalten, schließlich war der junge Marbacher ein leidenschaftlicher Lurchsammler. Und die Marbach war bekannt für ihre enorme Vielfalt an Lurchen. Und weil Birger wollte, dass es den Tieren gut ging, nahm er sie niemals mit. Stattdessen machte er Fotos von ihnen. Diese sortierte er jedes Mal ganz ordentlich. Das Album dafür war klein und handlich. Draußen, in den Feldern und Wäldern, nachdem er die Lurche mit der alten Sofortbildkamera seines Vaters fotografiert hatte. So wollte er es auch heute machen. Zumindest war das Birgers Plan.

Richtung Marbacher Hütte machte er sich also auf den Weg. Birger marschierte die Brunnenstraße hinauf. Vorbei am Feuerwehrspielplatz. Der Ententeich schimmerte im Morgenlicht. Das dachte der junge Mann zumindest. Schweiß lief Birger an den Schläfen hinab. Er musste an Betty denken – und da zog sich sein Brustkorb zusammen. Der Schmerz kam plötzlich, Birger krümmte sich. Aus dem unverschlossenen Rucksack fielen die Comics auf die Straße. Seine geliebten Hefte. Um sie schnell wieder an sich zu nehmen, hechtete er von Schmerzen und Krämpfen gepeinigt auf die Fahrbahn der Brunnenstraße. Birger hörte nur, wie der Lastwagen näher kam. Sehen konnte er ihn nicht mehr. Dafür war es zu spät. ….Fortsetzung folgt.

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