Posts Tagged ‘Plausch am Ententeich’

2019 – Nacht der Kunst in Marburg – Barbara und Daniel Grosse im Güterbahnhof 12 – Eintritt frei

Dienstag, März 19th, 2019
Farbenrausch mit farbenfrohen Leinwänden in Acryl trifft Lokalkrimi – im Marburger Wohnmagazin Güterbahnhof 12. Barbara Grosse und Daniel Grosse aus Marburg-Marbach präsentieren Kunst und Krimi bei der Nacht der Kunst 2019. Im Juni. Foto: Barbara Grosse


Die Leinwände im Farbenrausch von Barbara Grosse. Foto: Daniel Grosse

Lokalkrimi-Lesung mit Daniel Grosse bei der WABLage in Cölbe – WABLage 2.0. Plausch am Ententeich und Grauen am Ententeich. Foto: Leila Grosse


Von Daniel Grosse

Barbara und Daniel Grosse sind dabei, am Freitag, 14. Juni, bei der Nacht der Kunst. Im exklusiven Ambiente des Wohnmagazins Güterbahnhof 12, nur 100 Meter links vom Marburger Hauptbahnhof gelegen (da, wo sich der rote Mann stets tief verbeugt), präsentieren die beiden Marbacher großformatig Farbenfrohes auf Leinwand und entführen die Besucher bei einer Lesung in den Stadtteil Marbach, an der Hand von Birger und Betty, zu einer schaurigen Jagd nach dem Kopf. Der böse Harry ist ihnen dabei stets dicht auf den Fersen. Im Krimi Plausch am Ententeich.

Und so formuliert es der Marburger Kunstverein: „Gemeinsam mit den Marburger Museen und Sammlungen der Philipps-Universität, den Marburger Galerien, Kunstforen, Ateliers und vielen weiteren Ausstellungsräumen veranstaltet der Marburger Kunstverein die Marburger Nacht der Kunst am Freitag, 14. Juni 2019, von 18 bis 24 Uhr.

Vernissagen, künstlerische Präsentationen, Lesungen, Mitmachangebote, Live-Musik, Filme, Vorträge und Gespräche in den verschiedenen Ausstellungsorten begleiten diese 18. lange Nacht der Kunst.

Alle Besucherinnen und Besucher können das vielfältige Ausstellungsangebot in der Universitätsstadt Marburg erleben.

An diesem Abend ist in allen Ausstellungshäusern freier Eintritt.“

Birger kennt die Tote – Grauen am Ententeich – zweiter Krimi aus der Marbach

Mittwoch, Februar 20th, 2019
Im dritten Teil des Auszugs aus dem Manuskript vom „Grauen am Ententeich“ kommen die Verliebten endlich in Fahrt. Foto: Daniel Grosse

Von Daniel Grosse

Auch den folgenden dritten Teil meines Manuskripts vom „Grauen am Ententeich“ hatte ich noch vor knapp zwei Wochen, bei meiner Lesung auf der WABLage 2.0 in Cölbe, an einem entspannten Sonntagvormittag, 30 Zuhörern, vorgetragen.

Auszug aus dem Rohmanuskript:

…In zwei Unterleibern wurde es heiß. Birger schloss die Augen. Beide schrien gleichzeitig. Die Kommissarin war jetzt weit weg, ganz weit weg.

„Dich liebe ich, Betty. Ehrlich. Aber diese irre Jagd damals, nach dem Kopf, hat mich einfach völlig aus der Bahn geworfen.“

„Wie meinst du das? Keine Bange, das wird jetzt kein Verhör. Ich möchte dich nur verstehen, auch weil ich mich frage, wo mein alter Birger geblieben ist.“

„Der ist noch da. Ich bin es. Und bestimmt bleibt unser beschauliches Marbacher Leben in Zukunft ja auch verschont von weiteren Verbrechen – oder was weiß ich von was.“

„Na klar. Hier ist alles friedlich, und das wird auch so bleiben. So, mein lieber Birger, jetzt tu mir einen Gefallen: Mach dir das bewusst, vergiss den ganzen Scheiß von damals, diese irre Jagd nach dem Kopf. Vergiss die Harrys dieser Welt, die seltsam Frisierten – und vor allem all die blonden Kommissarinnen.“ Betty zwinkerte. Das friedliche Marbach? Wie sehr man sich da doch irren kann.

Es klingelte. In der Küche von Birger roch es nach Thymian und Kerbel. Die große Salatschüssel von dem Mittagessen der beiden Verliebten stand im Spülbecken. Auch ein süßlicher Geruch hing noch im Raum. „Schwarzwälder Kirschtorte, ganz sicher!“ Diese Worte sprach ein ihm wohlbekannter Marbacher zu ihm. Birger hatte die Haustür geöffnet und draußen stand der Fotomann, mit dem er und Betty gemeinsam mit den anderen vor zwei Jahren den seltsamen Kopf gejagt hatten. „Ja, da liegt noch ein letztes Stück Torte auf dem Teller, Betty hat es übriggelassen“, erzählte Birger dem Fotomann, dem älteren Herrn.

„Möchten Sie etwas bestimmtes von mir? Haben Sie es eilig, oder warum haben Sie so oft geklingelt?“, wollte Birger von ihm wissen.

„Ich habe einen Anruf von Pressesprecher Krahlich erhalten. Du – ich darf dich doch duzen – erinnerst dich doch an ihn, den Sprecher der Marburger Polizei?“

„Na klar. Und das mit dem Du ist in Ordnung.“ Nur zu gut erinnerte Birger sich an Krahlich. „Und was hat das mit mir zu tun?“ Der Fotomann zögerte mit einer Antwort, schließlich hatte Krahlich ihn vorhin nur deshalb inoffiziell angerufen, weil er mit dem Redaktionsleiter etwas vereinbart hatte. Diskretion. Denn der Fotomann und der Redaktionsleiter kannten sich aus alten Zeiten bei der Marburger Lokalzeitung. Und wenn einer etwas wissen könnte, was in Marbach vor sich geht, dann der Fotomann, hatte der Redaktionsleiter Polizeimann Krahlich versichert. Aber all das gehörte nun mal nicht zu einer offiziellen Vernehmung, war reine Recherche zu Hintergründen. Und die Hintergründe, welche auch immer, hatten schließlich dazu geführt, dass die arme Mareike Pelleworm mit einem Messer in der Brust tot im Anbau des Marbacher Bürgerhauses gefunden worden war. Also, was wusste der Fotomann über das blutige Geschehen, was vielleicht Birger?

Der hörte zu, als der Fotomann ihn genau zu diesen Themen befragte. „Sie kennen doch den Chorleiter. Singen Sie nicht auch im Männerchor mit?“, lautete Birgers Gegenfrage.

„Ja, ich bin Chormitglied, aber schon lange nicht mehr als aktiver Sänger, nur als passives Mitglied.“

Birger war fassungslos: „Und dann haben Sie trotzdem keine Ahnung, wer da etwas gegen Mareike Pelleworm gehabt haben könnte. In den Marbacher Nachrichten stand doch der Bericht über das gemeinsame Konzert der beiden Marbacher Chöre, dem Gemischten- und dem Männerchor. In der Markuskirche waren die aufgetreten, meine ich. Unter den Marbacher Chorsängern kennt doch jeder jeden. Ich lese Comics und liebe meine Betty, die Schwarzwälder Kirschtortenspezialistin. Mit den Chören habe ich nichts am Hut“, sagte Birger.

Der junge Marbacher kannte die tote Frau aus Grundschulzeiten. …

Fortsetzung folgt.

Von sich aufbäumenden Leibern – Grauen am Ententeich – zweiter Marbach-Krimi

Dienstag, Februar 19th, 2019

Von Daniel Grosse

Im „Grauen am Ententeich“ dürfen die Figuren des Marbach-Krimis endlich häufiger Luft holen. Weniger improvisiert, längere Sätze, mehr Details – und Ruhe. Und Blut. Foto: Daniel Grosse

Mareike Pelleworm ist tot. Das Messer steckt noch in ihrer Brust. Nicht nur die Kommissarin möchte herausfinden, was dort in der Marbach vor sich geht. Auch Birger und Betty beginnen mit der Jagd. Ihr Revier: die Chor-Szene.

Aus dem Rohmanuskript:

….Die Sahne hing ihr noch im Mundwinkel. Betty schaute in den runden Spiegel, der an der blau-gekachelten Wand hing. Dies war nicht ihr Badezimmer. Eine Männerstimme rief von hinten: „Komm bitte wieder zu deinem Konditor zurück ins Bett. Ein Stück ist noch da.“ Der, der das sagte, war Birger, es war sein Bett, seine Wohnung. Und er war der Freund von Betty, von seiner Liebsten, die neben Birger nichts mehr liebte als Schwarzwälder Kirschtorte. War sie unglücklich, sagte sie häufig ganz unvermittelt: „Dann mach ich nicht mehr mit.“ Das Signal für Birger, in Hochgeschwindigkeit zum Bäcker in der Brunnenstraße zu rennen und am besten gleich eine ganze Torte zu kaufen.

Betty gab nach. Sie löste sich von ihrem Spiegelbild, ließ auf der Zunge den kleinen Sahneklecks zergehen. Nun ruhte ihr Kopf in der rechten Armbeuge von Birger. „Denkst du gerade an die schicke Kommissarin, die vor zwei Jahren diese irren Frauen mit den verrückten Frisuren und diesen dicken Harry gejagt hat, durch die Marbach?“

„Ich weiß nicht.“

„Du weißt nicht, was du gerade denkst?“

„Das ist nicht so einfach.“

„Was ist nicht so einfach? Mir zu sagen, über was du nachdenkst oder zuzugeben, dass du sie anhimmelst.“

„Betty, wir liegen hier. Gerade war ich dir noch so nahe, war in dir. Habe dir danach löffelweise Schwarzwälder Kirschtorte sanft in deinen Mund geschoben – und jetzt stresst du rum. Was ist dein Problem?“

„Mein Problem ist, dass du seit dieser irren Jagd im vergangenen Jahr kein einziges deiner Hefte aus der Reihe ‚Mord am Ententeich‘ mehr gelesen hast, dass du kein einziges Mal seitdem wieder oben im Wald unterwegs warst, um Lurche zu suchen und zu fotografieren. Du bist so furchtbar vorsichtig geworden. Warum stolperst du zum Beispiel schon seit Monaten über keinen hochstehenden Gulli-Deckel mehr, wie kommt es, dass du Salz und Zucker neuerdings auseinanderhalten kannst? Du siehst nicht mehr richtig hin, wie schön meine Beine sind, die Beine, die du doch früher immer stundenlang streicheln konntest. Auch weil sie vom Joggen so schön sportlich modelliert seien, wie du immer betont hast. Was ist los Birger? Willst du bei der Polizei anheuern, wirst du Kommissaranwärter? Soll ich mich blond färben und Handschellen besorgen?“

Betty holte tief Luft, Schweißtropfen liefen ihr an Stirn und Schläfen hinab. Sie schaute auf die Knöpfe, die Birgers Bettbezug zusammenhielten, beobachtete das Karomuster, wie es ganz glatt die Bettdecke umhüllte. Während Bettys Monolog hatten sich die beiden Marbacher kein Mal angesehen. Er sah zur Zimmerdecke. Sein Blick verlor sich in der Ferne, die es in diesem Raum eigentlich nicht gab. Irgend etwas irritierte Betty. Das Karomuster des Bettzeugs war verzerrt. Genau dort, wo Birgers Körpermitte sein musste. Mit ihrer Hand straffte Betty die Stelle des Stoffes. Das Muster blieb verzerrt. Betty fühlte den Grund dafür. Birger stöhnte leise. Ob dies nun an dem sanften Druck durch Bettys Hand oder an seinen Gedanken an diese Kommissarin lag, war ihr jetzt egal. Sie schob die Decke zur Seite, schaute Birger in die Augen. Sein Blick kehrte aus der Ferne zurück ins Jetzt, in dieses Schlafzimmer, zurück zu der Frau, die sich in diesem Moment mit weit gespreizten Beinen ganz langsam auf seine Körpermitte setzte. In zwei Unterleibern wurde es heiß. Birger schloss die Augen. Beide schrien gleichzeitig. Die Kommissarin war jetzt weit weg, ganz weit weg. …….

Fortsetzung folgt.


Der Tod riecht nun einmal so, nach Eisen, blutig – Grauen am Ententeich – Krimi aus der Marbach

Mittwoch, Februar 13th, 2019
Mit dem Arbeitstitel „Grauen am Ententeich – Birger und Betty decken auf“ ist der zweite Teil der Marburg-Marbach-Krimi-Reihe von Daniel Grosse am Start. Foto: Daniel Grosse

Von Daniel Grosse

Arbeitstitel „Grauen am Ententeich – Birger und Betty decken auf“. Bei der dreitägigen Kultur-Veranstaltung WABLage 2.0 in Cölbe musste der Krimi-Nachfolger vom „Plausch am Ententeich“, Mitte Februar 2019, während meiner Lesung, zeigen, was Birger und Betty zu Weiterem antreibt. In loser Folge ist hier mehr darüber zu lesen. Das Buch folgt im Laufe des Jahres. Print und E-Book.

Aus dem Rohmanuskript:

Nur weil das A nicht auf der Notenlinie stand, starb Mareike Pelleworm. Sie sang an diesem Abend das Stück „Gib mir diesen Stich ins Herz“. Das Messer steckte noch tief im Brustkorb der 28-Jährigen, als die Kommissarin auf den Parkplatz des Bürgerhauses Marbach fuhr. Das After Shave ihres guten Freundes, der vielleicht mehr als das war, haftete noch an ihrer Haut. Der liebe Redaktionsleiter der Marburger Lokalzeitung, dachte sie. Sie schüttelte sich bei dem Anblick, der sich ihr bot. 20 Menschen, Frauen und Männer, gemischt, manche schick gekleidet, andere in lockerer Freizeitkleidung standen vor dem Bürgerhaus. Die Kommissarin sah Tränen, versteinerte Gesichter, andere blickten starr vor sich hin. Manche plapperten, die meisten schwiegen jedoch. Der Kollege vor Ort hatte der Kommissarin schon Details genannt. Die Gruppe hatte geprobt. Im Anbau des Bürgerhauses übten die Mitglieder des Gemischten Chores ihre Stücke ein. Im Herbst wollten die Sängerinnen und Sänger vier oder fünf Stücke bei dem Konzert in der Gedächtniskirche in Berlin singen. Eine Einladung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin hatte auch die Marbacher überrascht. Aber die Freikarte hatten nun einmal sie gewonnen.

Es war eine Idee, die aus einem Wettbewerb heraus entstanden war. Immerhin sang der Regierende Bürgermeister von Berlin seit Jahren selbst in einem Gemischten Chor. Er wollte in der Hauptstadt hören, was in der Provinz an gesanglichen Schätzen verborgen ist. Ein Chor von zehn, die die Einladung erhalten hatten, war der Gemischte Chor aus der Marbach. Er sollte nach Berlin reisen. Im Oktober zum Herbstkonzert in die Gedächtniskirche.

Ob sich das nun erledigt hat?, überlegte die Kommissarin, als sie aus ihrem Dienstfahrzeug stieg. Sie hob ihr linkes Bein aus dem Wagen, weit gespreizt, stellte den Fuß auf den Boden des Parkplatzes. Der intime Geruch des Redaktionsleiters strömte an ihr vorbei. Sie hatte vorhin keine Zeit gehabt, neue Unterwäsche oder eine andere Hose anzuziehen. An Duschen gar nicht zu denken. Trotz des Grauens , das sie erwartete, lächelte die Kommissarin kurz.

Im Flur des Bürgerhaus-Anbaus roch es nach Eisen. Die Kommissarin kannte das. Tatorte waren doch alle gleich. Der Tod, wenn er blutig daher kam, roch nun einmal so. Trotzdem irritierte sie etwas. Wenn der Chor vorhin geprobt hat, mussten eigentlich alle in dem Probenraum anwesend gewesen sein. Warum hat keiner etwas von dem Stich mitbekommen?

„Haben Sie auch den Notenschlüssel erkannt?“, fragte eine Stimme hinter ihr, die zu einem Mann gehörte, der die Ermittlerin an einen Basketballspieler erinnerte. Allein wegen seiner schieren Größe. Die Kommissarin stellte sich vor, wie dieser Mann mühelos jeden Ball über die Köpfe seiner Gegenspieler hinweg in den Korb hob. Fast hätte sie den Kollegen nicht erkannt, der neben dem Hünen stand. Noch hatte er diesen so dünnen weißen Anzug an, wie Anstreicher ihn tragen, mit solch einer putzigen Kapuze oben dran. Er gehörte zur Spurensicherung. Sie hatte ihre Arbeit beendet. Verhören wollte die Kommissarin eigentlich erst später. Warum kam dieser Basketballspieler also jetzt schon zu ihr oder wurde gebracht?

„Sie sind vom Fach? Anscheinend ja. Warum also ein Notenschlüssel, was meinen Sie?“

Die Kommissarin schaute zu dem Kopf des großen Mannes hinauf und wartete auf die Antwort.

„Ich bin der Chorleiter“, sagte der Angesprochene.

Die Sahne hing ihr noch im Mundwinkel. Betty schaute in den runden Spiegel, der an der blau-gekachelten Wand hing. Die war nicht ihr Badezimmer. Eine Männerstimme rief von hinten: „Komm bitte wieder zu deinem Konditor zurück ins Bett. Ein Stück ist noch da.“ Der, der das sagte, war Birger, es war sein Bett, seine Wohnung. Und er war der Freund von Betty, von seiner Liebsten, die neben Birger nichts mehr liebte als Schwarzwälder Kirschtorte. War sie unglücklich, sagte sie häufig ganz unvermittelt: „Dann mach ich nicht mehr mit.“ Das Signal für Birger, in Hochgeschwindigkeit zum Bäcker in der Brunnenstraße zu rennen und am besten gleich eine ganze Torte zu kaufen.

Fortsetzung folgt….

In der Gondel – kürzeste Krimi-Lesung der Welt

Dienstag, Januar 15th, 2019

Von Daniel Grosse
Die Marbach soll „gelesen“ werden. Also nahm ich 30 Flyer, 30 vorgedruckte Postkarten und 20 Lesezeichen mit. Die erste Fahrt mit der Gondel im Skiurlaub, da die Idee. Wo trifft man sonst sechs bis zehn Menschen für 15 Minuten und ist ihnen ganz nah? In der Gondel einer Bergbahn. In meiner Jackentasche steckten mehrere Flyer und Postkarten. Professionell hatte ein Kollege dort aufdrucken lassen, was auf dem Marbach-Krimi Plausch am Ententeich abgebildet ist. Auch das Logo mit den zwei Enten. Und das knallrote Herz. Hinzu kamen die ISBN-Nummer, mein Autorennname, ja, auch der Begriff „Marbach-Krimi“. Direkt nach der Talstation, oder besser oberhalb der Mittelstation, kurz vor dem Ausstieg? Wann wäre der beste Zeitpunkt, um ganz platt Werbung für den Krimi und die Marbach zu machen?, fragte ich mich. Ab der Mittelstation, da waren die Mitfahrer am besten drauf. Das merkte ich spätestens nach der dritten Fahrt. Also schnell eine Geschichte rund um mich erzählt, den Krimi, die Marbach. Auch wie verrückt die Protagonisten so sind und das Ganze mit dem Plausch am Ententeich ein Schreibexperiment war. Dann öffneten sich die Kabinentüren. Ein kurzer Abschied und der nachgerufene Gruß von mir: „Viel Spaß beim Lesen. Ich freue mich auf eine Rückmeldung.“

Nach etwa zehn Fahrten kam Stufe 2 der PR-Kampagne: Die kürzeste Krimi-Lesung der Welt. Auf dem Lesezeichen zu meinem Krimi stand die Zusammenfassung der Geschichte rund um Birger, Betty und den Kopf. Die Mitfahrenden in der Gondel fragte ich jedes Mal: „Darf ich Ihnen kurz vor dem Gipfel die kürzeste Krimi-Lesung der Welt präsentieren?“ Keiner sagte Nein. Alle blickten mich vielmehr fragend, gleichzeitig erwartungsvoll, an. Bingo. Egal, ob nur zwei Wintersportler in der Gondel saßen oder acht, ob Deutsche, Holländer oder Österreicher, alle freuten sich, dass die Fahrt zum Gipfel so endete.

Fazit: Als Freier Autor immer eine Geschichte dabei haben, anderen davon erzählen, Situationen nutzen – und an Werbematerial denken.
PS: Die Steigerung wäre eine längere Lesung in der Gondel gewesen oder auf einer Skihütte beim Einkehrschwung. Aber der komplette Krimi lag leider zu Hause auf dem Nachttisch 🙁 Der nächste Skiurlaub kommt bestimmt. Dann!

Vernissage kommt an und verzaubert

Mittwoch, März 29th, 2017

Daniel Grosse liest im grün-bunten Ambiente, während die Musiker Pause haben.   Foto: privat

Von Daniel Grosse

Wow, was für ein Nachmittag! Am Samstag besuchten etwa 50 Besucher die Vernissage am Oberen Rotenberg. Bei Blumen Philipps im Glashaus hingen und standen weit über 20 Acrylgemälde von Barbara Grosse, Heidi Wollmer und Frank Hinrichs. Leila Grosse sang, Yvonne Zörner spielte – auf ihrer Gitarre. Das Gesamtpaket komplettierte dann eine ganz junge Sängerin, die mit 99 Luftballons ihr Konzertdebüt gab. Auch die Lesung von Daniel Grosse aus seinem Marbach-Krimi „Plausch am Ententeich“ erreichte rund 30 Zuhörer.

Gut möglich, dass weitere Veranstaltungen rund um Blumen, Kunst, Musik und Literatur im Glashaus des Marbacher Traditionsbetriebes folgen.

Vernissage bei Blumen Philipps – Leinwände tauchen ein in bunte Welt der Blumen und Pflanzen

Mittwoch, März 1st, 2017

Noch im Aufbau, aber ab dem morgigen Donnerstag werden die farbenfrohen Bilder der Ausstellung mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Im Glashaus“ bei Blumen Philipps am Oberen Rotenberg in Marbach zu sehen sein. Weitere Fotos folgen.   Foto: Daniel Grosse


Aktualisierung 2. März: Ab heute sind die Bilder bei Blumen Philipps zu bewundern.

Heidi Wollmer aus Wetter, Barbara Grosse aus der Marbach und Frank Hinrichs aus Roßdorf laden ein zur farbenfrohen Vernissage der Ausstellung „Im Glashaus“. Noch ist dies nur der vorläufige Arbeitstitel der Kulturveranstaltung in den lichtdurchfluteten Räumen von Blumen Philipps am Oberen Rotenberg in Marburg-Marbach. Wenn die offizielle Ausstellungseröffnung am Samstag, 25. März, um 14 Uhr, dort stattfindet, werden die mehr als 15 farbenfrohen Leinwände mit Acrylmalerei der drei Künstler schon einige Wochen lang das Gewächshaus von Blumen Philipps in einen Zauber aus Blumen und Mehr verwandelt haben. Freunde der gemalt-gestalteten Kunst, der Gartenkunst und der Kriminalliteratur können also gespannt sein. Daniel Grosse liest am Tag der Vernissage aus seinem Marbach-Krimi „Plausch am Ententeich“ und auch brillant musikalisch soll’s werden. Die Marbacher Gitarrenspielerin Yvonne Zörner hat bereits zugesagt. Details folgen später. Näheres oder Änderungen werden rechtzeitig online, über die Presse und Aushänge bekanntgegeben.
Auch Termine für weitere Krimi-Lesungen sind in Planung, die Fortsetzung vom „Plausch“ ist in Arbeit.

Cölbe und die Lesung aus dem Krimi Plausch am Ententeich – Kultur bei der WABLage

Montag, Februar 13th, 2017

Schön war die Lesung aus meinem Marbach-Krimi „Plausch am Ententeich“, am gestrigen Sonntagmorgen, 12. Februar, in Cölbe bei der WABLage. Ein tolles Publikum! 50 Zuhörer hat der Veranstalter gezählt. Weitere Lesungen in und um Marburg mit dem „Plausch am Ententeich“ folgen. Und auch eine Fortsetzung des PLAUSCHs: das GRAUEN.      Foto: privat

Warum Marbacher und Kölner die gleichen Krimis mögen

Donnerstag, Januar 12th, 2017

Birger und Betty sind verliebt – und sie warten bereits auf eine Fortsetzung des Marbach-Krimis.   Illustration: Barbara Grosse

Weil der Regionalkrimi in der Marbach spielt, Marbacher darin die Hauptrolle spielen, und das Unfassbare in meinem Roman alles andere als verspielt daherkommt, passt das folgende Interview, das das Bücherportal/Bücherblog LESERKANONE.DE vor wenigen Tagen mit mir geführt hat, gut in dieses Blog MARBACH DIREKT.

Also: In meinem gleichnamigen Kriminalroman lade ich, Daniel Grosse, zu einem »Plausch am Ententeich« ein. Im Interview mit Leserkanone.de sprach ich jüngst als Autor über mein Buch, dessen Entstehungsgeschichte und eine ungewöhnliche Regel beim Schreiben – und über weitere Buchprojekte sowie eine Lesung im Februar.

– Herr Grosse, im Sommer des abgelaufenen Jahres ist Ihr Roman »Plausch am Ententeich« erschienen. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz davon genommen, könnten Sie Ihr Buch unseren Lesern deshalb kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Gerne. Zwei Marbacher, ein Liebespaar, finden etwas. Am Ententeich. Dieses Etwas ist grausig. Es macht seltsame Dinge und überbringt dabei eine Botschaft. Die beiden jungen Leute haben keine Wahl. Den schrecklichen Fund müssen Birger und Betty unbedingt abliefern. Bei wem und wo, ahnen sie jedoch nur. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. 72 Stunden verbleiben. Und wenn die jungen Marbacher dieses Ultimatum nicht einhalten, sterben zwei Frauen. Oder gar die zwei Finder des unheimlichen Dings selber? Ein perfides Druckmittel lässt Birger und Betty zusätzlich schaudern.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder, oder haben Sie Ihren eigenen Stil auf andere Weise gefunden? Was sind Ihre eigenen Lieblingsbücher?

Lustig, dass Sie diese Fragen gerade jetzt stellen. Zurzeit lese ich den Thriller »Engelskalt« von Samuel Bjørk«. Der Norweger schreibt schnell, liefert häufig kurze Sätze, bringt Geschwindigkeit in seine Geschichte. Halbsätze in schneller Folge. Wer das mag, wird auch Freude an »Plausch am Ententeich« haben. Wer zudem trotz vieler Krimi- und Thriller-Elemente das Komische akzeptiert und sich gerne auf irre Figuren einlässt, liest mein Buch an einem Nachmittag in einem Rutsch, ohne zwischendurch essen oder trinken zu wollen. … Weiterlesen unter

http://www.leserkanone.de/index.php?befehl=autoren&autor=6107&interview=427

Cölbe, wir kommen! Marbacher sind dabei!

Donnerstag, Dezember 15th, 2016

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Auch Marbacher machen bei der Kulturveranstaltung mit. Schon allein deshalb lohnt ein Besuch in Cölbe.   Repro: Daniel Grosse

Auf facebook ist zu lesen: „WABLage am 11. und 12. Februar 2017 in Cölbe  –  Literatur-Café, Kunst, Künstler, Kultur, Musik und Unterhaltung, das wird an den beiden Tagen jeweils ab 10 Uhr in den WABL-Hallen in Cölbe geboten. Unter der Leitung von Frank Hinrichs stellen insgesamt 17 bildende Künstler eine Auswahl ihrer Werke aus. Die K&K&K-Tage beginnen jeweils mit einer Lesung und klingen im wahrsten Sinne des Wortes abends musikalisch ab 18 Uhr aus. Schirmherrin ist Landrätin Kirsten Fründt.“

Eine starke Beteiligung der Marbach bei der Cölber Kulturveranstaltung ist garantiert, immerhin wird Barbara Grosse dort viele ihrer farbstarken Bilder ausstellen, Daniel Grosse liest aus seinem Marbach-Krimi „Plausch am Ententeich“. Auch der Auftritt eines Gemischten Chors aus der Marbach ist nicht unwahrscheinlich. Näheres in Kürze.