Cölbe und die Lesung aus dem Krimi Plausch am Ententeich – Kultur bei der WABLage

Februar 13th, 2017

Schön war die Lesung aus meinem Marbach-Krimi „Plausch am Ententeich“, am gestrigen Sonntagmorgen, 12. Februar, in Cölbe bei der WABLage. Ein tolles Publikum! 50 Zuhörer hat der Veranstalter gezählt. Weitere Lesungen in und um Marburg mit dem „Plausch am Ententeich“ folgen. Und auch eine Fortsetzung des PLAUSCHs: das GRAUEN.      Foto: privat

Warum Marbacher und Kölner die gleichen Krimis mögen

Januar 12th, 2017

Birger und Betty sind verliebt – und sie warten bereits auf eine Fortsetzung des Marbach-Krimis.   Illustration: Barbara Grosse

Weil der Regionalkrimi in der Marbach spielt, Marbacher darin die Hauptrolle spielen, und das Unfassbare in meinem Roman alles andere als verspielt daherkommt, passt das folgende Interview, das das Bücherportal/Bücherblog LESERKANONE.DE vor wenigen Tagen mit mir geführt hat, gut in dieses Blog MARBACH DIREKT.

Also: In meinem gleichnamigen Kriminalroman lade ich, Daniel Grosse, zu einem »Plausch am Ententeich« ein. Im Interview mit Leserkanone.de sprach ich jüngst als Autor über mein Buch, dessen Entstehungsgeschichte und eine ungewöhnliche Regel beim Schreiben – und über weitere Buchprojekte sowie eine Lesung im Februar.

– Herr Grosse, im Sommer des abgelaufenen Jahres ist Ihr Roman »Plausch am Ententeich« erschienen. Womöglich hat noch nicht jeder Besucher unserer Webseite Notiz davon genommen, könnten Sie Ihr Buch unseren Lesern deshalb kurz mit eigenen Worten vorstellen?

Gerne. Zwei Marbacher, ein Liebespaar, finden etwas. Am Ententeich. Dieses Etwas ist grausig. Es macht seltsame Dinge und überbringt dabei eine Botschaft. Die beiden jungen Leute haben keine Wahl. Den schrecklichen Fund müssen Birger und Betty unbedingt abliefern. Bei wem und wo, ahnen sie jedoch nur. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. 72 Stunden verbleiben. Und wenn die jungen Marbacher dieses Ultimatum nicht einhalten, sterben zwei Frauen. Oder gar die zwei Finder des unheimlichen Dings selber? Ein perfides Druckmittel lässt Birger und Betty zusätzlich schaudern.

– Den Lesern welcher anderer Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder, oder haben Sie Ihren eigenen Stil auf andere Weise gefunden? Was sind Ihre eigenen Lieblingsbücher?

Lustig, dass Sie diese Fragen gerade jetzt stellen. Zurzeit lese ich den Thriller »Engelskalt« von Samuel Bjørk«. Der Norweger schreibt schnell, liefert häufig kurze Sätze, bringt Geschwindigkeit in seine Geschichte. Halbsätze in schneller Folge. Wer das mag, wird auch Freude an »Plausch am Ententeich« haben. Wer zudem trotz vieler Krimi- und Thriller-Elemente das Komische akzeptiert und sich gerne auf irre Figuren einlässt, liest mein Buch an einem Nachmittag in einem Rutsch, ohne zwischendurch essen oder trinken zu wollen. … Weiterlesen unter

http://www.leserkanone.de/index.php?befehl=autoren&autor=6107&interview=427

Cölbe, wir kommen! Marbacher sind dabei!

Dezember 15th, 2016

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Auch Marbacher machen bei der Kulturveranstaltung mit. Schon allein deshalb lohnt ein Besuch in Cölbe.   Repro: Daniel Grosse

Auf facebook ist zu lesen: „WABLage am 11. und 12. Februar 2017 in Cölbe  –  Literatur-Café, Kunst, Künstler, Kultur, Musik und Unterhaltung, das wird an den beiden Tagen jeweils ab 10 Uhr in den WABL-Hallen in Cölbe geboten. Unter der Leitung von Frank Hinrichs stellen insgesamt 17 bildende Künstler eine Auswahl ihrer Werke aus. Die K&K&K-Tage beginnen jeweils mit einer Lesung und klingen im wahrsten Sinne des Wortes abends musikalisch ab 18 Uhr aus. Schirmherrin ist Landrätin Kirsten Fründt.“

Eine starke Beteiligung der Marbach bei der Cölber Kulturveranstaltung ist garantiert, immerhin wird Barbara Grosse dort viele ihrer farbstarken Bilder ausstellen, Daniel Grosse liest aus seinem Marbach-Krimi „Plausch am Ententeich“. Auch der Auftritt eines Gemischten Chors aus der Marbach ist nicht unwahrscheinlich. Näheres in Kürze.

Unblutige Hast durch Marbach – kopflos und mit Torte

Dezember 14th, 2016

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Spannung und Humor auf 144 Buchseiten im Krimi Plausch am Ententeich.   Foto: privat

Zwei Marbacher kommen einer heißen Story auf die Spur, wollen ein Verbrechen verhindern und Leben retten und passieren dabei viele typische Marbacher Orte. Für Ortsunkundige erschließt sich dabei, dass Marbach ein hübsches Örtchen sein muss, in dem man einander kennt. Diese Sätze schreibt die Texterin und Journalistin Carmen Eickhoff in ihrem Blog Textscheune. Gelesen hat sie den Lokalkrimi „Plausch am Ententeich“, der natürlich auf allen Marbacher Nachttischen und in sämtlichen Marbacher Bücherregalen stehen sollte. Lesen Sie, was Carmen Eickhoff noch über die beiden Marbacher Birger und Betty und ihre Abenteuer schreibt.

Von Daniel Grosse

Aktualisierung am 16.12: In der Marburger Oberstadt, bei Lehmanns, ehemals Elwert, scheinen Exemplare vom „Plausch am Ententeich“ tatsächlich noch in den Regalen vorrätig zu sein. Ein klares Statement gegen die Riesen unter den Versendern 😉

„Journalist Daniel Grosse aus Marbach hat eine neue Form des Krimi-Schreibens entwickelt, nämlich das open-end-one-hour-fix-limit-writing. Die Bezeichnung stammt von mir, aber geschrieben hat er nach eigenen Angaben genau so. Ein Kapitel in einer Stunde. Immer recht improvisiert, und erst in den letzten Kapiteln entwickelte sich auch vor seinem inneren Auge, wie die immer schneller und rasanter verlaufende Geschichte (für Marbacher Verhältnisse) enden würde.

Das Konzept ist sicher für die Teilnehmer des NaNoWriMo interessant, die ja auch in limitierter Zeit, den 30 Novembertagen, versuchen, eine kohärente Story bestimmter Länge, nämlich mindestens 30.000 Zeichen, zu entwickeln und festzuschreiben. Hier hat es jemand geschafft, in noch weniger Zeit einen abgeschlossenen Krimi zu schreiben, ohne vorher stehenden Plot aber mit tagesaktuellen Einsprengseln aus der realen Welt, und ihn in den verbleibenden vier Tagen auf Druckreife zu bringen für eine Veröffentlichung bei Books on Demand.

Die Geschichte

Zwei Marbacher kommen einer heißen Story auf die Spur, wollen ein Verbrechen verhindern und Leben retten und passieren dabei viele typische Marbacher Orte. Für Ortsunkundige erschließt sich dabei, dass Marbach ein hübsches Örtchen sein muss, in dem man einander kennt.

Der Plot ist schräg und bleibt nur dank der beiden bodenständigen Hauptfiguren Birger und Betty lebensnah. Durchaus spannend ist, dass im Nachhinein ein roter Faden erkennbar ist und sich eine geschlossene Geschichte entwickelt, obwohl es beim Lesen manchmal hakt. Aber die Phantasie des Lesers schließt die Sprünge immer spätestens im Folgekapitel. Die knappe, hauptsatzdominierte Sprache, die im Stakkato Satz für Satz neue Informationen preis gibt, hat selten ausreichend Muße, in Nebensätzen etwas zu erläutern, vertiefen oder illustrieren.

Das bilderlose Buch (Cover ausgenommen) kommt nüchtern und klar daher, bietet Lesestoff für einen Nachmittag und hinterlässt bei Ortsunkundigen den Eindruck, der zentrale Ort des sozialen Lebens in Marbach sei natürlich: der Ententeich. 😉  ……“ Quelle: Blog Textscheune

Und im Buchblog Lesezauber.net ist über den Plausch am Ententeich zu lesen: „…Dieses Buch wird Marbacher und die angrenzenden Bewohner sicherlich sehr erfreuen. Auf ca. 140 Seiten darf man Birger und seiner Freundin Betty beim Kuchen essen und anschließend bei der Lösung eines mysteriösen Falles in Marbach beistehen.

Dabei bekommen die 2 tatkräftige Unterstützung aus der Nachbarschaft, denn sie werden von einem Unbekannten bedroht, der etwas zurück haben will, was Birger und Betty unfreiwilligerweise besitzen.

Plausch am Ententeich ist eine nette Unterhaltung, ein Regionalkrimi für zwischendurch. Dabei verzichtet Daniel Grosse auf blutige Szenen und halsbrecherische Verfolgungsjagden, da sind es eher die Anspielungen auf …. Marbach, die Anwohnern sicherlich auffallen und gefallen werden. …“  Quelle: Buchblog Lesezauber.net

Aktualisierung am 16.12: Bei Lehmanns, ehemals Elwert, scheinen Exemplare vom „Plausch am Ententeich“ tatsächlich noch in den Regalen vorrätig zu sein. Ein klares Statement gegen die Riesen unter den Versendern 😉

Marbacher Nachrichten im Anflug

Dezember 13th, 2016

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Rechts unten (!) auf der Titelseite steht, weshalb der Weihnachtsbaum vor dem Marbacher Bürgerhaus wohl nur in der Spitze hell erstrahlt.   Foto: Daniel Grosse

Ab Samstag werden die druckfrischen Exemplare der Marbacher Nachrichten wieder in der Marbach verteilt. Einfach mal bei den Bäckereien oder im Bürgerhaus vorbeischauen. Auch in den Zeitungsrohren und Briefkästen steckt die neue Ausgabe der MN. Darin geht es um Themen wie diese:

  • Spar-Impressionen am Bürgerhaus
  • Erst büffeln, dann rutschen
  • Schräger Krimi zeigt Marbach mal anders
  • Auf der Behring-Route durch die Marbach
  • Doppelung der Behringstraße
  • Kirchliche Termine
  • Spielplatz Ziegenberg in alten Bildern
  • Termine und Veranstaltungen
  • und so weiter…

Über die ahnungslosen Marbacher – und warum Information so wichtig ist

November 15th, 2016

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In der Dimension sicher übertrieben und nicht exakt platziert, steht dieser, ins obige Bild montierte Mast, aus der Blickrichtung Höhenweg, im Wald zwischen Marbach und Michelbach. Archivfoto: Daniel Grosse

Von Daniel Grosse

Bürgerinitiativen sind sicher wichtig, zuweilen extrem, aber notwendig in einer Demokratie. Hier bei Marbach direkt aus Mitteilungen einer so genannten BI zu zitieren und auf diese zu verlinken, mag journalistisch fragwürdig sein, aber gerechtfertigt, wenn es um den Anspruch der Leser auf Information geht. Windräder oberhalb der Marbach waren hier im Blog zudem wiederholt ein Thema – und auch daher dieser Blogbeitrag:

„…dass das Gebiet „Görzhäuser Hof“ (VRG 3128) als Vorranggebiet beibehalten wurde. Dieses grenzt unmittelbar an einen Bestandteil des FFH-Gebiets 5017-305, der räumlich abgetrennt zu den übrigen Arealen liegt. Aus den von der Oberen Planungsbehörde herausgegebenen „Steckbriefen VRG WE“ (pdf) geht zudem hervor, dass die Obere Naturschutzbehörde ortsbezogen von einem hohen Konfliktpotenzial für Fledermäuse ausgeht und vorgeschlagen hat, zumindest die westliche Teilfläche des VRG 3128 zu streichen.

Was allerdings kaum jemand weiß, ist, dass die konkreten Umsetzungsplanungen für einen Windpark „Görzhäuser Hof“ bereits weit fortgeschritten sind. (Fettung eingefügt. Anmerkung der Redaktion von Marbach direkt!) In einer Beschlussvorlage des Magistrats der Stadt Marburg vom 5. Oktober 2016, mit der die Bauleitplanung der Universitätsstadt auf die Windkraftnutzung vor Ort eingerichtet werden soll, heißt es: „Für das Windvorranggebiet ‚Görzhäuser Hof’, das von der Stadtverordnetenversammlung für den Teil-Regionalplan Energie mit Beschluss vom 29.06.2012 vorgeschlagen worden ist, beabsichtigt der private Windkraftentwickler…in Kürze eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG-Antrag) zu beantragen. Diese Windkraftplanung soll auf Flächen der… realisiert werden. Sie wird von den großen Standortfirmen am Standort Görzhäuser Hof unterstützt und auch vom Ortsbeirat Michelbach positiv gesehen (Sitzung des Ortsbeirates Michelbach vom 19.01.2016).“

…betreibt auch die Windparkprojekte in Niederasphe und Rauschenberg. Dort entstehen Ansammlungen von Windkraftanlagen zwischen 217–229 m (Niederasphe) und 207 m (Rauschenberg) Höhe. Auch der Windpark „Görzhäuser Hof’“, gelegen in den Gemarkungen Marbach, Michelbach und Wehrda, wird – sollte er genehmigt werden – von weithin sichtbar sein. In den „Steckbriefen“ heißt es dazu, dass in den Blickbeziehungen zur Marburger Altstadt künftig die oberen Teile möglicher Windkraftanlagen an diesem Standort zusammen mit der Altstadt zu sehen seien und die „Erlebbarkeit“ der Anlagen insbesondere aus südlicher sowie nördlicher Richtung aus dem Lahntal gegeben wäre. …“

Quelle: BI Wollenberg

Damals hatte ich in meinem Blogbeitrag über die eventuellen Windräder geschrieben: „Das Thema Windkraft polarisiert immer. Viele Argumente sprechen dafür und dagegen. Aber da  haben die Menschen in Michelbach denen in der Marbach wohl trotzdem etwas voraus: Wissen – das immerhin meinungsbildend ist. Zumindest, wenn es um mögliche Standorte und mögliche Planungen geht. Drei gigantische Windräder könnten sich in Zukunft inmitten eines Fadenkreuzes zwischen Michelbach, Marbach, Dagobertshausen und Wehrda drehen.“

Was, und nun  kommt wieder der Journalist, zu hinterfragen ist, weshalb derlei Themen nicht auch in einer Ortsbeiratsitzung der Marbach auf die Tagesordnung kommen. Derlei Planungen betreffen die Menschen, die hier leben. Ganz gleich, ob man nun für oder gegen Windräder ist. Aber über Dimensionen und Planungsstände zu informieren, ist eine Pflicht der öffentlichen Organe. Zum Beispiel des Marbacher Ortsbeirats.

11.11. ohne ein Helau für die Kleinen

November 11th, 2016

Von Daniel Grosse

Vor neun Monaten hatte ich im Blog MARBACH DIREKT geschrieben: „…Was Köln, Mainz und Düsseldorf schaffen, müsste doch auch in der Marbach funktionieren. Gut, dieses Jahr haben Wind und Regen in den NRW-Faschingshochburgen gewütet, große Umzüge mussten ausfallen. Auch der Marburger Umzug ist heute Morgen abgesagt worden. Die nächste Fünfte Jahreszeit beginnt aber in wenigen Monaten: am 11.11. Und es wäre doch eine Sensation, wenn die Marbacher dann lesen, “Kinder- und Jugendfasching im Bürgerhaus Marbach”. …“

Und, was ist in dieser Sache bislang geschehen? Nichts! Heute haben wir den 11.11., die Stadt Marburg gibt sich stolz, dass die diesjährige Kampagne wieder beginne, aber in der Marbach? Gähn! Dabei war die Resonanz, die positive, doch da, damals Anfang Februar 2016. Positive Kommentare hier im Blog waren zu lesen, bei Gesprächen auf der Straße befürworteten Marbacher Kinder- und Jugendfasching im Bürgerhaus, sogar der Bürgerverein war mal im Gespräch, als Zugpferd für Kinderfasching aufzutreten.

Wie ist eine solche Feier also zu stemmen? Müssten die Marbacher Vereine sich dort mehr engagieren? Oder der Ortsbeirat – hat er als gesetzlich installiertes Gremium für die Marbacher Bürger eine Idee in Sachen Kinder- und Jugendfasching? Warum nutzt nicht auch der Bürgerverein Marbach den Wunsch Vieler nach einem närrischen Nachmittag für die Kleinen? Immerhin will doch der Bürgerverein sich auch stärker für die Familien im Ortsteil engagieren. Fragen sind also da, Antworten fehlen bislang.

Aber noch ist ja Zeit. Einige Wochen zumindest. Dann rufen die Marbacher Kinder und Jugendlichen vielleicht tatsächlich: Helau, 2017.

Eiskalter Besuch an der Haustür

November 10th, 2016

Von Daniel Grosse

Gegen den wohl künftigen Präsidenten der USA anschreiben zu wollen, nachrichtlich, ist nicht leicht in diesen Tagen. Zu präsent ist dieser höchst umstrittene Mann mit seinen „ungewöhnlichen“ Ideen. Zurückhaltend formuliert. Trotzdem ein Versuch mit einem eher zeitlosen Thema: Auch in der Marbach bestellen Studenten, Hausfrauen, Hausmänner, Geschäftsleute, Rentner und andere Marbacher hin und wieder bei den großen Versendern. Sie ordern Musikinstrumente, elektronische Geräte, ganze Küchen und was sonst noch alles. Und eben auch Lebensmittel. Sogar der Gigant unter den Versendern mit dem großen A am Anfang hat Lebensmittel im Angebot. Er ist erfolgreich. Aber wer wirklich die Zeichen der Zeit erkannt hat, und das schon vor vielen Jahren, sind zwei andere Versender, große Nummern im Direktvertrieb.

Und noch viel direkter als all die anderen Unternehmen: Diese zwei Tiefkühltruhen auf Rädern mit B und E am Wortanfang liefern Produkte wie Fritten, Schnitzel und Eis, heruntergekühlt auf eisige Minusgrade. Direkt ins Haus.

Und es gibt sie immer noch, diese zwei Unternehmen. Erstaunlich, wo doch inzwischen die Discounter dieser Welt spätestens nach 15 Autominuten deutschlandweit zu erreichen sind und auch selbst der Gigant unter den Versendern die leckere Eiskugel zur Haustür bringt. Welches Geheimnis macht diese zwei Relikte der Konsumwelt also so erfolgreich? Ist es das Umsorgen des Kunden? Funktioniert das Geschäftsprinzip der Tiefkühlprofis, weil sie Kunden bedienen, die den besonderen Service in Anspruch nehmen, weil sie das eben so schon seit Jahrzehnten machen? Zumindest scheinen die frostigen Direktvertriebler an ihrem Geschäftsmodell festzuhalten. Denn die Tiefkühltruhen auf vier Rädern rollen allwöchentlich durch die Marbach. Ein Mann mit Headset im Ohr und hektischem Gebaren springt aus seinem Fahrzeug, klingelt und händigt den Kunden zwei, drei oder fünf Beutel oder Pakete mit Tiefkühlkost aus. Ist das das Geschäftsgeheimnis? Sich als der mobile Tante-Emma-Laden zu gerieren, der eben persönlich kommt, die Ware auch ins Haus trägt, gerne auch über Jahrzehnte hinweg? Der einen schnellen Plausch führt. Der seine Kunden – oder eher Kundinnen – schon seit Jahren persönlich kennt, was auch daran zu erkennen ist, dass der Fahrer sie persönlich namentlich anspricht und die Nachbarschaft kennt?

Also, wir fassen zusammen: Was die Giganten der Versender machen, machen andere schon seit vielen, vielen Jahren. Scheinbar nur besser oder zumindest mit Ausdauer. Und in einem kleinen Bereich. Sie haben eine Nische gefunden – das Eisige. Und diese Nische bedienen sie konsequent.  Sie kommen und bringen die Ware ins Haus. Die Kunden dieser Direktvertrieb-Relikte sind… Ja, wer? Familien, Alleinstehende, Ältere, die ohne Auto? Und sind es auch die, die schlecht NEIN sagen können, zu dem, was sie schon seit Jahren umsorgt? Denn was wäre die Alternative, zumindest unter den Direktvertrieblern der Minusgrade-Branche zu wählen? B oder E? Denn das sind die zwei, die sich den eiskalten Markt teilen. Und ein Heraustreten aus diesem Umsorgtsein würde für Kunden zudem bedeuten, zu Discountern wie etwa A oder L zu wechseln. Aber die kommen eben nicht bis vor die Haustür. Noch nicht. Obwohl eine der Ketten doch immer wieder damit geworben hat, die des Supermarktimperiums mit dem R am Anfang. Wir liefern zu Ihnen nach Hause. Ab 30 Euro Einkaufswert. Kostenlos. Aber: Tiefkühlware ausgenommen. Das lässt also die rollenden Tiefkühltruhen der zwei eingangs beschriebenen Tiefkühldirektvertriebler kalt und wohl gleichzeitig vor Eifer glühen. Das ist ihr Markt und da sind sie stark. Und was kostet dieser Service und das Umsorgtsein? Selber fragen!

Was auf den ersten Blick wie eine PR-Nummer für B und E daherkommt, sind eher Gedanken um veränderte Konsumgewohnheiten, die natürlich auch vor der Marbach nicht Halt machen. In unserem Stadtteil leben viele Ältere und Familien. Teilweise schon seit Generationen. Und da ist es besonders interessant, zu beobachten, wie sich alte Geschäftsmodelle Nischen bedienen, eiskalter Nischen, deren Macher schon früh erkannt haben, wie wichtig es ist, nah am Kunden zu sein, statt ihn lediglich zu beliefern von irgendeinem Paketdienst. Direktvertrieb alter Schule? Staubsaugervertreter von V fällt mir da ein… Aber das ist ein anderes Thema.

Überraschung am Oberen Rotenberg

Oktober 13th, 2016

Wer in den vergangenen Tagen am Oberen Rotenberg unterwegs war, wird sich sicher etwas gewundert haben, dort ein schickes Schild am Straßenrand zu sehen. Scheinbar können die Marbacher schon bald wieder Blumen und mehr bewundern und erwerben.

Von Daniel Grosse

Immerhin ist auf einer facebook-Seite mit Datum 9. Oktober zu lesen: „Hallo ihr Lieben, wir stehen in den Startlöchern zur Wiedereröffnung und sind soooo gespannt auf Euch. Mit großer Leidenschaft, Muskelkraft und viel Schweiß haben wir in den letzten Wochen viel verändert. Leider wurden uns auf der Zielgeraden einige Stolpersteine in den Weg gelegt und so verschiebt sich die Eröffnung nach hinten. Sobald wir einen Termin nennen können, lassen wir es euch wissen und sind weiter fleißig. Bis dahin haben wir hier einige Fotos vom Umbau für Euch.
Alles Liebe
das Blumenphilippsteam“

Dabei hatte noch vor einigen Monaten die Firma tegut mitgeteilt, sie prüfe zumindest derzeit, ob sie in Marburg-Marbach, auf und hinter dem Gelände der derzeitigen Gärtnerei (Bereich Höhenweg/Oberer Rotenberg) aktiv werden soll. Konkret: tegut prüfe an der genannten Stelle einen Standort für einen neuen Supermarkt. Wenn dieser umgesetzt werden sollte, dann könnte mit einem Eröffnungstermin Ende 2017 gerechnet werden, hieß es damals. Viele  Fragen seien noch offen gewesen, zum Beispiel, mit wie vielen Parkplätzen zu rechnen sei und wie groß das Supermarktareal dann werden könnte. „Leider kann ich Ihnen noch keine weiteren Details nennen, da sich Prüfung und die danach folgenden Planungen erst im Anfangsstadium befinden. Wenn die Prüfung positiv verläuft, werden wir dazu zu gegebenem Zeitpunkt auch informieren“, so Stella Kircher, Leiterin der tegut-Unternehmenskommunikation, gegenüber „Marbach direkt“ im Dezember 2015.

Kommt der Supermarkt nun, oder kommt er nicht?

Auch was nun aus dem eventuellen Bau von bis zu 400 Wohneinheiten auf dem Wiesen- und Acker-Areal hinter dem Höhenweg werden könnte, muss geklärt werden. In Kürze mehr.

Wildwuchs am Ententeich – Wo ist das Wasser?

September 29th, 2016

Warum der Marbacher Ententeich am Ende der Brunnenstraße inzwischen eher ausschaut wie ein Wasserurwald, das hatte ich kürzlich die Verantwortlichen bei der Stadt Marburg gefragt. Hier deren Antwort:

„Das Rückhaltebecken „Auf der Eich“ im Stadtteil Marbach wurde auf Wunsch der Bevölkerung dauerhaft aufgestaut. Durch die Speisung über eine zurückgebaute Quellfassung oberhalb des Beckens hat sich der Bereich zu einem Biotop entwickelt. An den Böschungen des Beckens wird jährlich gemäht. Alle fünf Jahre werden im Dauerstaubereich der Bewuchs und das Schwemmmaterial geräumt. Dabei müssen die Rohrkolben- und Schilfpflanzen aufwändig ausgebaggert werden, ohne die vorhandene Abdichtung (Tonschicht) für den Rückstau zu zerstören. Für die Tierwelt im Biotop stellt dieser Vorgang einen erheblichen Eingriff dar. Es ist notwendig, Teilbereiche des Bewuchses stehen zu lassen, um  eine Wiederbesiedlung der geräumten Flächen mit Pflanzen und Tieren zu ermöglichen. Deshalb findet die Räumung, jeweils in Absprache mit der Naturschutzbehörde, erst statt, wenn sie dringend notwendig ist. Ansprüche an eine Anlage mit Parkambiente können leider hier nicht erfüllt werden, da ansonsten der Pflegeaufwand viel zu hoch wäre. Die Funktion des Beckens ist nicht gefährdet. Das Becken hat im Dauerstau noch ausreichend offene Wasserflächen (im Westen). Die nächste Räumung steht frühestens im Herbst/Winter 2017 an.“